Die Zwischenrunde startete am Samstag pünktlich unter der Leitungs von Schiedsrichter Matthias Kramer aus Hockenheim.
Deutlich setzte sich der Bundesligist Heidelberg-Handschuhsheim gegen die Gastgeber SK Ludwigshafen 1912 mit 3-1 durch. Lediglich Reiner Junker konnte die Partie offen gestalten, seinen leichten Vorteil gegen die grossmeisterliche Technik jedoch nicht verwerten. Die anderen 12er fanden sich gegen ihre ranglistenmässig stark überlegenen Gegner ziemlich schnell in der Defense wieder.
| SK Ludwigshafen 1912 | 1:3 | SK HD-Handschuhsheim | ||
|---|---|---|---|---|
| Johann,Stefan | 2210 | 0:1 | GM Ikonnikov,Viacheslav | 2560 |
| Junker,Reiner | 2281 | remis | GM Gurevich,Vladimir | 2468 |
| Lambert,Andreas | 2214 | remis | IM Chernov,Vadim | 2440 |
| Simon,Roland | 2159 | 0:1 | FM Schwalfenberg,Jörg | 2343 |
Umkämpfter war die Begegnung zwischen Dreisamtal und Eppingen, wo nur eine einzige Partie entschieden wurde. Vom Verlauf kann der Berichterstatter aufgrund der eigenen Partie wenig mitbekommen, darum nur die blanken Ergebnisse:
| SG Dreisamtal | 2,5:1,5 | SC Eppingen | ||
|---|---|---|---|---|
| IM Filipovic,Branko | 2439 | 1:0 | FM Raupp,Thomas | 2296 |
| FM Schwing,Hans-Elmar | 2305 | remis | Dudek,Richard | 2258 |
| Gierth,Hans-Joachim | 2216 | remis | Schulte,Torsten | 2167 |
| Scherer, Max | 2234 | remis | Wenner,Tobias | 2204 |
Im Finale spielte Dreisamtal in derselben Aufstellung wie am Vortag, lediglich Brett 3 und 4 hatten getauscht (im Pokal ist die Aufstellung frei). Der Bundesligist hingegen überraschte durch den Einsatz von 3 neuen Spieler, was die Vorbereitung der Dreisamtaler zu Nichte gemacht haben dürfte. GM Ikonnikov rutschte zurück an Brett 2, um Brett 1 für GM Ginsburg freizumachen. An Brett 3 spielte Altmeister Nippgen, der früher in der ersten Bundesliga antrat, an Brett 4 der noch relativ unbekannte Thomas Pielmeier.
Die erste Entscheidung fiehl am vierten Brett. Gierth schlägt Pielmeier, 1-0 für Dreisamtal. An Brett 3 hatte Nippgen zeitweise 2 Mehrbauern, musste aber lästiges Gegenspiel zulassen. An den vorderen Brettern stand zu diesem Zeitpunkt Ginsburg etwas schlechter, Ikonnikov etwas besser. Ginsburg konnte in ein Endspiel mit Minusbauern, aber ungleichfarbigen Läufern abwickeln, in dem es keine Verlustgefahr mehr gab. Ikonnikov verstärkte seine Stellung, opferte im Endspiel eine Figur gegen drei Bauern und Zwang Elmar Schwing zur Aufgabe. Filipovic's Gewinnversuche gegen Ginsburg erwiesen sich als aussichtslos, die Partie endete Remis zum 1,5-1,5.
Da die Heidelberger an Brett 2 gewonnen hatten, die Dreisamtaler jedoch nur an Brett 4, wäre im Falle eines Remis an Brett drei die "Berliner Wertung" für den Bundesligisten ausgegangen. Somit musste Max Scherer in einem Endspiel mit Minusbauern (bei gewisser Kompensation durch ein aktives Springerpaar) auf Gewinn spielen, was nicht gutging. Er verlor die Partie zum Endstand von 1,5-2,5 für HD-Handschuhsheim.
| SK Heidelberg-Handschuhsheim | 2,5:1,5 | SG Dreisamtal | ||
|---|---|---|---|---|
| GM Ginsburg,Gennadi | 2534 | remis | IM Filipovic,Branko | 2439 |
| GM Ikonnikov,Viacheslav | 2560 | 1:0 | FM Schwing,Hans-Elmar | 2305 |
| Nippgen,Georg | 2249 | 1:0 | Scherer, Max | 2234 |
| Pielmeier,Thomas | 2231 | 0:1 | Gierth,Hans-Joachim | 2216 |
Es bleibt noch, HD-Handschuhsheim viel Glück bei der Titeljagd zu wünschen, sowie uns bei den Küchendienst-Leistern Manfred Derlich und Horrand Rittersbacher zu bedanken.
Das komplette Finale.
Die Spiztenbretter. Vorne Filipovic gegen Ginsburg, hinten Schwing (sitzend) und Ikonnikov.
Bretter drei und vier. Vorne Nippgen (weiss, links) gegen Scherer, hinten Gierth (weiss, rechts) gegen Pielmeier unter den Augen des Schiedsrichters.
Nippgen gegen Scherer
Ungleichfarbige Läufer, aber Schwings König fühlt sich auf h8 äusserst unwohl. Ein Turm auf h3 würde Mattsetzen.
Filipovic knetet Ginsburg
Es geschah g4-g3, denn die Öffnung der h-Linie wäre tödlich gewesen
Filipovic's Bauer kam nach b6 und später nach b7
Die schwarzen Springer auf b5 und b6 im Zusammenspiel mit dem Ta8 wirken bedrohlich
Ikonnikov hat auf g6 den Läufer geopfert, und die Dreisamtaler ahnen Schlimmes.
Start der Zeitnotphase. Einen der zwei Minusbauern wird Scherer zurückholen, aber er muss auf Gewinn spielen. Filipovic und Gierth wirken wenig optimistisch.