Obwohl uns Sturmtief Xynthia kräftig um die Ohren blies, verlief die fast 150 km weite Fahrt zum Tabellenletzten Wadgassen-Differten problemlos, wir kamen fast eine halbe Stunde vor Spielbeginn an.
Wadgassen musste auf sein Spitzenbrett verzichten, konnte aber Brett 2-9 einschliesslich der drei gemeldeten Franzosen aktivieren. Bei uns fehlte Brett 7, jedoch können wir auf eine stärkere Reserve zurückgreifen als die Saarländer.
Der Kampf startete hervorragend für uns mit Siegen von Hermann Krieger und Andreas Gypser, der sich auf die vorhersehbare Eröffnung seines Gegners glänzend eingestellt hatte. Es folgte ein Remis von Stefan Johann am Spitzenbrett. Kurz darauf erhöhte Andreas Lambert nach etwas über 2 Stunden Spielzeit mit seinem ersten Saisonsieg auf 3,5-0,5.
Die restlichen Partien waren zu diesem Zeitpunkt alle unklar, so dass der Kampf trotz der hohen Führung noch nicht vorbei war. Besonders Karl-Heinz Esswein hatte viel riskiert, und sah sich einem direkten Königsangriff ausgesetzt. Er konnte jedoch dem Sturm trotzen und brach am anderen Flügel entscheidend in die gegnerische Stellung ein. 4,5-0,5.
Den nächsten Punkt fuhr Roland Simon ein und beendet damit seine Verlustserie. Er konnte demonstrieren, dass ein vorgerückter Freibauer und die geschwächte gegnerische Königsstellung mehr als genug Kompensation für die Qualität darstellten.
Stefan Erdmann musste sich aufgrund eines Rechenfehlers auf ein etwas schlechteres Endspiel einlassen, das er sicher Remis hielt. Die letzte Partie konnte Reiner Junker mit Minusqualität erfolgreich gegen den saarländischen U18-Meister Denis Müller verteidigen.
Endstand damit 6,5-1,5 und höchster Saisonsieg.
Wir sind nun alle Abstiegssorgen los, Wadgassen-Differten hingegen steht 2 Runden vor Schluss schon als erster Absteiger fest.