Vierte Mannschaft holt wichtiges 4:4 gegen Schifferstadt II - oder: Kissel bleibt wach

Am vorletzten Spieltag in der Bezirksliga erreichte unsere 4. Mannschaft ein verdientes Unentschieden gegen die favorisierten Schachfreunde aus Schifferstadt und konnte so einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf einfahren. Wir bleiben auf Platz 9 und spielen in der Zentralrunde gegen den Tabellenletzten Schifferstadt 3, gegen den wir uns sogar eine knappe Niederlage leisten können, was natürlich nicht unser Ziel sein kann! Muss mehr als eine Mannschaft absteigen, was sehr unwahrscheinlich ist, sind wir aber leider mit dabei.

Das Ganze fing etwas chaotisch an, da der MF Ralf Kissel zwar am Samstagabend rechtzeitig aus Paris losgefahren war, um noch eine gute Mütze Schlaf in Lu mitzunehmen, aber kurz vor Metz in starke Schneeverwehungen kam und so mehrere bis viele Stunden in einem mehr oder weniger komfortablen südkoreanischen Kleinwagen auf der französischen Autobahn verbrachte. Am Sonntagmorgen gab er dann von einer Autobahnraststätte aus die Aufstellung im Klub bekannt, "ernannte" Winfried Breitling kurzerhand zum ErsatzMF und trug ihm auf, unseren Edelreservisten Markus Kunle, der in Mannheim abzuholen war und schon wartete auf dem Weg nach Schifferstadt einzuladen, wohin unser "Heimkampf" auf Grund des Deutschlandpokals in unseren Räumen hinverlegt worden war. Um 9.10 Uhr traf ich dann auch, leicht übermüdet und notdürftig parfümiert in Schifferstadt ein. Die anderen 7 waren zum Glück auch schon da.

Die taktische Aufstellung ("mehrere Stunden auf der Autobahn" - siehe oben) hat sich bezahlt gemacht - mit Weiß mindestens 3 Punkte einfahren und mit Schwarz sehen, was geht. Als Erster gewann Markus Kunle als sich sein Gegner in problematischer Stellung mehr oder weniger selbst erlegte. Der erste Weißpunkt war da. Udo Schneekloth bot seinem Gegner an Brett 6 nach abwechslungsreichem Spielverlauf Remis an. Jetzt waren es schon 1,5 Weißpunkte. Winfried Breitling musste leider an Brett 7 eine Niederlage quittieren, da er das Mittelspiel etwas ungenau behandelte. Dann geschah erstmal lange Zeit nicht viel, bis Peter Pham nach schöner Spielanlage mit Mehrqualität, guter Stellung und deutlich besserer Zeit versuchte mitzublitzen, was leider nach hinten losging. Wieder einmal sehr schade! Unser Jungstar Markus Sosgornik hatte mittlerweile am vierten Brett eine Gewinnstellung herausgespielt, die er auch sicher verwerten konnte. 2,5 Weißpunkte. Dann war wieder eine längere Ergebnispause und nach 5 Stunden war klar, dass Thomas Beyer sein Endspiel nicht würde halten können. Dafür blieb Papa Sosgornik am 3. Brett immer in der Remisbreite und so endete die Partie dann auch.

Beim Stand von 3 zu 4 musste ich nun eine mittlerweile deutlich bessere Birdstellung (mit der Eröffnung hatte ich meinen Gegner vor ein paar Jahren schon einmal besiegen können) an Brett 2 nach Hause schieben, was mit Hilfe einiger Tassen Kaffee und Flaschen Cola auch gelang, so dass wir den wichtigen Punkt feiern konnten und hoffen dürfen auch in der nächsten Saison in der Bezirksliga dabei zu sein. Die Weißbretter hatten damit übrigens 3,5 Punkte erzielt.

Ralf Kissel, Mannschaftsführer 4. Mannschaft Bezirksliga